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Michael H.

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1

Dienstag, 17. März 2015, 22:48

    mal wieder ein Neuer

Guten Tag miteinander!

Ich bin seit heute hier angemeldet und wollte nur kurz Hallo sagen.
Mein Name ist Michael (wer's mag auch kurz Micha) und ich wohne in Dresden. Ich habe hier schon viel mitgelesen, seit mir dieses komische runde Instrument über den Weg lief.
Und das kam so:
Letztes Jahr im Irlandurlaub noch mal schnell nach Dublin rein. Im Musikladen eher aus Jux als ernsthaftem Interesse wanderte dann eine Touritrommel in den Einkaufsbeutel. Zuhause habe ich dann erstmal geschaut was ich da eigentlich erworben habe und wie man das spielt. Trotz des grottigen Klanges und der Tatsache, meine Hand nur unter Verrenkungen unter das Kreuz zu bekommen habe ich Blut geleckt.
Als nächstes musste dann erstmal ein halbwegs vernünftiges Instrument her. Bei den beiden Hedwitschak Bodhrans, die neulich in der Bucht waren, konnte ich preislich nicht mit einem gewissen Andrakar mithalten 8) . Glücklicherweise nenne ich seit wenigen Wochen eine gebrauchte Vignoles mein Eigen. Ok, wenn man sich das Ding von der handwerklichen Ausführung her anschaut, ist das wahrscheinlich auch die Budget Variante. Aber klingt ganz gut. Ich glaub die nächste wird ein Eigenbau mit Fell vom Profi.

Jetzt bin ich natürlich der totale Anfänger und muss feststellen, dass in puncto Workshops die üblichen Verdächtigen die östlichen Bundesländer scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Sogar die sogenannte " Sommer Tour de Bodhran durch ganz Deutschland" vom letzten Jahr hatte nicht einen Termin im Osten. Vor drei Jahren hatte der user Tikki mal nach Unterricht in DD und Umgebung angefragt. Anzahl der Antworten: genau null. Leider hat der user seitdem auch nie mehr gepostet. Ich glaub ich lebe in einem Bodhran-Entwicklungsland. Also falls jemand einen heißen Tipp hat, wo ich mal richtig schön was lernen kann für den Anfang bevor ich mir zu viel selbst falsch beibringe und nicht gleich 500km fahren muss, immer her damit :D .

Ich freu' mich auf den informativen Austausch hier im Forum.

Gruß,
Micha

kiptho

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2

Dienstag, 17. März 2015, 23:13

    

Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich komme aus Sachsen-Anhalt und kann Dich was Workshops angeht verstehen. Aber ich finde, die Bodhran Szene macht soviel Spass und ist so international angehaucht, dass man als Bodhran Spieler gern mobil und unterwegs ist. Also für ein Bodhran Weekend finde ich, lohnt sich die Anreise nach Vollmerz 410 km oder Proitze 337 km schon. Für regelmäßigen Unterricht sind natürlich diese Entfernungen nicht drin. Schreib doch mal zum Beispiel Guido Plüschke an. Er ist auch hier im Forum und kann Dir sagen wann er mal in deiner Nähe ist. Ich wohne zum Glück nahe der Grenze zu Niedersachsen und Proitze ist ein Katzensprung. Ansonsten gibt es hier im Forum auch immer wieder Infos zu Workshops.

Viele Grüße
Thomas
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und es macht bumm bumm bumm, benge bumm bumm, ich hab`ein Herz aus Schokolade
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  • »Rolf Wagels« ist männlich

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3

Mittwoch, 18. März 2015, 09:32

    

Moin
Willkommen auf den gelben Seiten.
Ja, alles nicht so einfach, ganz Deutschland abzudecken. Aber vielleicht lassen sich hier ein paar Kontakte knüpfen?
Grüße
Der Rolf

Andrakar

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4

Mittwoch, 18. März 2015, 09:41

    

LOL!

Und trotzdem herzlich willkommen auf den "gelben Seiten".

Und ich habe nur eine von den beiden Hedwitschaks genommen, und auch noch die teuere.
Die andere ist ja mit 170,- Euro quasi für 'n Appel un' 'n Ei weggegangen.
Da hätteste ja noch zulangen können.
Und die zweite, die ich erstanden habe, die Siepmann, ist wahrlich keine Anfängertrommel.

Wenn die Szene im Osten so mau ist:
Die Lern-DVDs von Eamon Murray und Guido Plüschke sind für den Anfang auch recht gut; und zur Not gibt es ein paar ganz brauchbare Tutorials auf youtube. Michelle Stewart z.B. hat mehrere Folgen da online; die können dich eine ganze Weile sinnvoll beschäftigen.

Viele Grüße,

Andreas
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2016er CL "Golden Maple", 2014er Prauß, 2008er/2014er Siepmann, 2005er/2011er MOS, 2005er/2017er RWE-TwinSkin, 1975er J&R Glen
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Michael H.

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5

Mittwoch, 18. März 2015, 10:00

    

Ja, das mit der 170 Euro Trommel war ziemlich ärgerlich. Ich war grad auf der Autobahn als mir siedend heiß einfiel, dass in wenigen Minuten die Auktion zuende ist und ich eigentlich noch mitbieten wollte. Der Bleifuß war leider nicht schwer genug um es noch nach Hause an den Rechner zu schaffen (wir reden hier von letztendlich zwei Minuten!). Hab ich mich geärgert!
Ich denke mal, Proitze ist schon ne Reise wert, wenn ich meine Frau noch überredet kriege ihre Geige einzupacken. Leider habe ich den letzten Workshop gerade erst verpasst. Na mal sehen, was wird. Derzeit gibt es in DD einmal monatlich in meinem ehemaligen studentenclub eine sehr angenehme Session, wo ich mich jetzt mal reingeschlichen habe. Ich trommel auch erstmal ganz leise ;)
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Andrakar

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6

Mittwoch, 18. März 2015, 10:42

    

Hach, da lob' ich mir doch die ebay-App auf meinem Smartphone.
Kurz rechts ran; zehn Sekunden vor Schluss das Maximalangebot abgefeuert, und schon... drei zwei eins...
:evil:
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Höppy

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7

Mittwoch, 18. März 2015, 23:00

    

Hi Micha,

herzlich Willkommen hier beim wilden Haufen. :)

In Lützensömmern (Thüringen) gab es im Februar einen Workshop für irische Musik, unter anderem auch Bodhrán, unterrichtet von Guido.

Ich habe dort zwar Whistle-Unterricht genossen, aber es war ein wirklich tolles Wochenende in einer sehr schönen familiären Atmosphäre.

Der Workshop findet im nächsten Jahr auch wieder statt. Vielleicht wäre das ja was, ist knapp 3 Stunden von dir entfernt.

Neue Infos gibt es derzeit noch nicht, wenn es aber welche gibt findest du sie hier: http://www.tridragon.de/Workshop

LG
Höppy
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Doro

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8

Donnerstag, 19. März 2015, 10:09

    

Hi Michael (ich hab doch schon einen Bodhran-Micha! ;) )

es gibt in Halle eine Folk-Musikschule, geführt vom namenhaften Alan Doherty. Halle-Dresden ist laut google in +/-90 Minuten zu machen, aber das muss man fast überall rechnen. http://www.folk-musikschule-halle.de/?idcat=bodhran
Das wäre vielleicht ein Einstieg? Ansonsten empfielt sich immer, grad in der Anfangsphase mal einen der "großen" Workshops zu besuchen, um eben auch den Austausch mit anderen Lernern unterschiedlichster Erfahrungsstufen zu haben. Proitze rockt schon ziemlich und mit kanpp 4 Stunden bist du da vermutlich völlig im Mittelfeld der Anreisezeiten. ;)

Natürlich ist ne vernünftige Trommel für den Anfang Gold wert! Ich muss mich aber mal outen und sagen, dass ich die ersten 1-2 Jahre auch auf so nem richtigen BRETT gespielt hab, aber ich wusste es ja -zum Glück- nicht besser. Und wenn man nicht weiß wie es klingen kann, dann reicht einem das schon. Aber der Schritt zu Christians LightLine (hach... <3 ) war schon ein Quantensprung. Nun hab ich eine der "gefürchteten" Siepmanns und bin sehr zufrieden. Obwohl die Trommel zur Zeit doch darunter leidet, dass ich die Concertina entdeckt hab.
Was ich sagen wollte: Die Stickhand kann man auch auf nem Pizzakarton üben. Oder auf ner nicht so guten Bodhran. Obwohl deine aktuelle ja wohl erstmal ganz gut ist, so wie ich dich verstanden hab. Tröste dich damit: Einen guten Spieler macht nicht die Trommel aus! (Aber sie hilft dem guten Spieler... ;) )

Liebe Grüße
Doro
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Michael H.

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9

Donnerstag, 19. März 2015, 13:06

    

Jetz noch mal ne ganz blöde Frage. Heißt es eigentlich der, die oder das Bodhran? Oder hätte ich die Frage nicht stellen sollen, weil sonst ein forumsweiter Glaubenskrieg ausbricht? Ich dachte eigentlich "die" wäre richtig aber hin und wieder liest man auch von "...mein Bodhran...". Oder ist es schlicht und einfach wurst? *mmh, Wurst, ich kriege Hunger..."* :]
Gruß,
Micha
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Ulf

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10

Donnerstag, 19. März 2015, 14:49

    

Moin und herzlich willkommen im Club!
Ich sage "die Bodhrán", so wie man sagt "die Trommel" denn es ist eine :-)
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Andrakar

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11

Montag, 23. März 2015, 11:34

    

Logisch.

So wie man ja "die Bismark" sagt, weil es ja der (Reichskanzler) Bismark war und es das Schiff heißt.

Scherz beiseite: Ist bei aus dem Englischen stammenden Wörtern, wenn es kein eigenständiges deutsches gibt, immer schwierig, weil englische Grammatik ja alle Gegenstände als sächlich ansieht, und nur Personen ein männlich/weiblich zugesteht. Englisch ist es also streng genommen das Bodhran.
Aber im deutschen nehmen wir dann wenn es kein direkt übersetztes Wort mit "deutschem Geschlecht" gibt, gerne das Geschlecht des am nächsten liegenden deutschen Begriffes, hier also z.B. die Trommel.

Unabhängig von jeder Logik oder Nicht-Logik scheint sich daher im allgemeinen Sprachgebrauch "die Bodhran" in Deutschland durchgesetzt zu haben.

Grüße aus dem Klugscheißmodus,

Andreas
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12

Montag, 23. März 2015, 12:44

    

Moin
nun kommt Bodhrán nicht aus dem Englischen...
Grüße
Der Rolf

Micha

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13

Montag, 23. März 2015, 13:06

    

Moin,

schöne Erklärung, danke.

Aber wo Du das Thema "Klugscheissen" ja selbst schon anschneidest:

1. "Bismarck", nicht "Bismark"
2. das Wort "Bodhrán" stammt nicht aus dem Englischen. Daher passt Deine Erklärung leider nicht, weil Du ja das Englische als Basis anführst. Ich selbst bin der irischen Sprache nicht mächtig, daher kann ich das nicht weiter ausführen. Aber vielleicht jemand anderes?

LG,

Micha
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Micha

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14

Montag, 23. März 2015, 13:08

    

Oh, da hat sich was überschnitten... Hallo Rolf ! ;)
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Andrakar

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15

Montag, 23. März 2015, 13:11

    

Äh, okay, dann nicht die Kurzform, sondern doch komplizierter?

Ursprünglich ist es vermutlich gar kein Hauptwort, sondern ein Adjektiv: bodhar =ungefähr: taub, stumpf.
Und das eigentliche Irisch ist in der Tat nicht unbedingt englisch.
Im irischen Original wäre es "an bodhran", also männlich, ergo "der Bodhran".
(So wie An-drakar oder An-dreas: MÄNNLICH! ;) )

Aber wir Deutsche haben es eher als inzwischen ins Englische aufgenommene Wort aus dem Englischen übernommen, und eine "sie" draus gemacht. Nach der oben beschriebenen Vorgehensweise des nächstähnlichen bestehenden deutschen Begriffs. Analog zu anderen Worten, denen es ähnlich ergangen ist.
Ich habe mir also erlaubt, auf diesen letzten Schritt, der m.E. zur "Festlegung" auf das weibliche Geschlecht bei uns im Sprachgebrauch geführt hat, zu verkürzen.

Aber ich lasse mich gerne korrigieren, falls jemand eine abweichende Darstellung kennt.

Davon lebt ja jeder Gedankenaustausch.
:-)
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16

Montag, 23. März 2015, 13:44

    

Moin
ich weiß nicht, ob wir das in Deutschland so gemacht haben. Ist das Standard? der Computer? Das Backup? Der Download? Woruaf beziehen sich diese?

Zur Etymologie:
http://comhaltas.ie/music/treoir/detail/…ng_and_history/

Auch interessant:
http://www.gutefrage.net/frage/woran-mac…strumenten-fest
Vor allem die erste Antwort und die Antworten darauf...
Grüße
Der Rolf


Grüße
Der Rolf

Andrakar

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17

Montag, 23. März 2015, 16:18

    

Hochinteressante Links, Rolf.

Der, die oder das Link, und warum "der"? Das deutsche nächstgelegene treffend übersetzte Wort wäre doch eher "die" Verbindung, und dementsprechend wäre es trotz der Link die Verlinkung? Lange vor der Computerisierung war das nächstgelegene Lehnwort aber einst "Glied" im Sinne von Kettenglied, und schon wäre es das Link. Das Link war nämlich ganz früher auch mal ein Längenmaß.
Das Wort wurde also sogar mehrfach "importiert": Zunächst als das, später noch einmal, dann aber als der Link.

Also zu den Links:
Der erste gibt, wenn ich das richtig sehe, zwar interessante Historien, aber keine Hinweise über das "Geschlecht" der Bodhran in der deutschen Sprache.

Der zweite sagt einiges zur Geschlechtsbestimmung im Deutschen aus, wobei ein wichtiger Hinweis ist: Ist leider bei uns nie so richtig eindeutig geREGELt.

Deine Beispiele englischer Lehnwörter zeigt ein typisches, auch im 2. Link erwähntes Beispiel:
Wenn die Endung schon im englischen auf "-er" geht, nehmen wir im deutschen dann gerne das männliche Geschlecht, weil bei uns viele Hauptwörter mit "-er" am Ende die männliche Form sind. Daher eindeutig der Computer.

Dein zweites Beispiel ist ein Super-Ding:
Der, die oder das Backup? Nicht einmal eindeutig.
Bei einer Computerdatensicherung spricht man im allgemeinen von "das Backup". Warum? Keine Ahnung.
Aber bei einem Ersatzspieler heisst es üblicherweise "der Backup", abgeleitet von der Backup(-spieler).

Langer Rede kurzer Sinn:
Der Artikel / das Geschlecht sind in der deutschen Sprache extrem tückisch.
Im Gegensatz zu manch anderer Sprache folgt er kaum einer logischen Regelung, sondern basiert auf einer Entstehungsgeschichte, die sich häufig historisch verliert.

Das von mir genannte hinsichtlich der Bodhran ist eine häufig vorkommende "Methode", aus der sich aber keine wirkliche Regel ableiten ließe.
Wer etwas am Anfang am häufigsten verwendet, und es einigermaßen klingt ("die" Link klingt doch irgendwie komisch, oder?), und es sich genug verbreitet, der setzt sich manchmal einfach durch.

Selbst der Duden hat nicht mehr den Anspruch normative Kraft zu sein, sondern die sich manchmal verändernden Sprachwirklichkeit wiederzugeben. Krasses Beispiel: "Wegen dem..." mussten nur genug Leute, die des Genitivs nicht mächtig waren, falsch verwenden, um es irgendwann (auch) richtig werden zu lassen.

Das war jetzt aber reichlich "off topic".
;-)
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Doro

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Dienstag, 24. März 2015, 10:26

    

Mein Senf als Germanistin: Da jibbet keine Regeln für! Die Vergabe des Geschlechts erfolgt nach der Formel
"Gebrauch*Zeit+regionale Verbreitung : (ähnliche Wortbildungen+verwandte Wörter-Zufall)^2".
Ja, ich meine, das hätte fast exakt so an der Tafel gestanden... nicht. ;)
Aber was ich sagen will: Das ganze Artikelvergabetheater ist ziemlich komplex und folgt keinen festen Regeln.

Sagt im Zweifelsfall "die Rahmentrommel" und gut ist. Ich sag übrigens die Bodhran, ohne Anspruch auf Richtigkeit.
Die Zeit wird zeigen, was sich durchsetzt. Sprache ist im Wandel, das kann man nun gut finden oder nicht, aber ändern kann man's nicht. Kulturpessimismus (aka Sprachhochnäsigkeit) finde ich unangemessen, da wir in den Augen (bzw Ohren) unserer Urgroßeltern ebenfalls wie die letzten Menschen sprechen. Und diese ganze Genitiv/Dativ-Sache, ach das ist doch in 100 Jahren eh wieder anders! ;) http://www.journalismus-handbuch.de/wie-…rache-2937.html

Liebe Grüße der Trommel wegen
Doro

Edit: PS: auch sehr schön https://dgfs.de/de/thema/sprachtod-des-deutschen.html
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Gyde

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19

Dienstag, 24. März 2015, 15:58

    

Ich hab mal mit der Übersetzerin von Diana Gabaldons Romanen konferiert, die "das Bodhran" übersetzt hatte, aus dem Gälischen. Da gibt es nämlich den sächlichen Artikel.
Wir waren uns nach einigem Hin und Her einig, dass man die eingedeutschten Wörter nur selten einer Regel zuordnen kann, das hat einfach mit Sprachgefühl zu tun.
In den folgenden Romanen stand aber das, was die deutsche Leserschaft gewohnt ist: "Die Bodhran".

Äh, ach so: Herzlich willkommen!
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...and I never will play the Wild Rover no more!
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20

Dienstag, 24. März 2015, 16:54

    

Moin
Genau darauf wollte ich ja hinaus: Es gibt nicht die postulierte Regel! Danke, dass wir das nun auch aus der Sicht zweier Sprachexpertinnen hören!
Interessante Link, Doro!

@Andrakar: Der erste Link sollte keine Hinweise zum Geschlecht, aber zur Etymologie liefern.
Backup habe ich noch nie gehört, auch nicht bei einem Ersatzspieler...
Grüße
Der Rolf
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