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benny_meier

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1

Sonntag, 7. Mai 2017, 23:28

    Geigenbogen Tipper

Ein fröhliches Hallo in die Runde,

ich hab da mal eine Frage betreffend des Tippers.

Ich hab da so meine Probleme mit gehabt, trotz sehr guter Einweisung durch Guido. Jetzt hab ich vor kurzem mal aus irgendeinem enerklärlichem Grund mal wieder die Bodhran in der Hand gehabt um damit zu spielen und weil langeweile und und rumdüdeln, bin ich auf die Idee gekommen mal mit einem meiner vielen Sticks aus meinem Stickbag (Schlagzeug) zu nehmen und eine Runde Top End zu spielen.

Und es fühlt sich sehr viel besser an als mit dem nicht Top End style.

Da ich dubioserweise noch zwi kaputte Geigenbögen rumfliegen habe, wollte ich da jetzt mal ein wenig dran Sägen das ich diese dann als Tipper nutze.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit solchen Geigenbogentippern sammeln können und kann mir da mit Rat zur Seite stehen??? :whistling:

Gruß der Benny
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1 + 2 + 3 + 4 + :rolleyes:

Tippermaker

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2

Montag, 8. Mai 2017, 08:03

    

Servus Benny,

also zuerst müssen wir mal klären, was du unter "Top End Style" verstehst! Du sprichst von einem Drumstick! Drumsticks sind um die 400 mm lang! "Top End Style" heisst, du spielst am oberen Ende der Trommel! Und mit einem Drumstick mit 40 cm musst du dann schon sehr weit mit dem Spielarm nach oben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das meinst!
Ich könnte mir vorstellen, daß du "Single Ended Style" meinst!

Was die Geigenbögen betrifft, so sind die meist leicht gebogen und daher auch sehr unbequem zu spielen. Grundsätzlich solltest du halt darauf achten, keine scharfen Kanten zu haben, die das Fell verletzen können! Also gut und fein verschleifen!

Oiso, bis dann,

der Stevie
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"Und sie drehen sich doch!!!" www.tippermaker.eu

benny_meier

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3

Montag, 8. Mai 2017, 13:07

    

Ich könnte mir vorstellen, daß du "Single Ended Style" meinst!
Genau so ist es, da hab ich was durcheinander bekommen. Vielen Dank fürs korrigieren Stevie.

Ob krum oder nicht ganz grad ist erstmal zweitrangig ich hab einfach festgestellt das ich so bei weitem für mich komfortabler spielen kann.

Und mit den 400mm hast du recht, deswegen suche ich ja den Austausch um zu sehen wie es andere gelöst haben.
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Doro

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Montag, 8. Mai 2017, 13:23

    

Zum Thema Stickhaltung/Spielstil empfehle ich diese Unterhaltung
(nicht selbstverliebt, da ich den Thread zwar eröffnet habe, er aber erst in der Weiterentwicklung richtig gut wird)
Begriffserklärung Spielstile

Zum Thema Geigenbogen:
Einige klassische Hartholzsticks für Bodhran sind "traditionell" aus Geigenbögen gemacht (typisches Holz: "Snakewood"). Dazu kann Stevie aber sicherlich mehr sagen. Wenn er will. ;)
Mir leuchtet das Argument ein, dass krumme Sticks nervig sind.
Daher zur Beantwortung deiner Frage ("wie löst ihr das Problem?"): Ich kaufe schöne Sticks. :)

Liebe Grüße
Doro
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in dubio pro REELS 8)

benny_meier

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5

Montag, 8. Mai 2017, 14:29

    

Nicht falsch verstehen es ist nicht so das ich keine Tipper habe. ;o)) Habe viele wirklich sehr schöne von Stevie gebaute Tipper und bin nicht unzufrieden mit Qualität oder der Ware an sich.

Ich hab lediglich für mich als Schlagzeuger rausgefunden das länger besser funktioniert. Und möchte da gern von anderen die, "lange" Geigenbögen spielen austausch, Input, IDeen sammeln.

Deinen Spieltechnik link werd ich mir gleich mal ansehen. ;o)
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Falko

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6

Dienstag, 9. Mai 2017, 10:41

    

https://www.youtube.com/watch?v=L8QXJaV1c1U
Schau mal hier,Ronan spielt die längsten Tipper die ich bis jetzt gesehen habe.
Vielleicht ist der Tipper aus nem Geigenbogen, krumm genug ist er und im Standbild
sieht das obere Ende wie eine Silberwicklung aus.kann auch sein ich täusche mich.
Aber seine Art die Bodhran zu spielen ist sehr cool.
Gruß Falko

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7

Dienstag, 9. Mai 2017, 13:48

    


Zum Thema Geigenbogen:
Einige klassische Hartholzsticks für Bodhran sind "traditionell" aus Geigenbögen gemacht (typisches Holz: "Snakewood"). Dazu kann Stevie aber sicherlich mehr sagen. Wenn er will. ;)
Mir leuchtet das Argument ein, dass krumme Sticks nervig sind.
Daher zur Beantwortung deiner Frage ("wie löst ihr das Problem?"): Ich kaufe schöne Sticks. :)

Liebe Grüße
Doro



Moin
Mal ganz allgemein zur Geschichte:
Die ersten dünnen Tipper waren aus Geigenbögen, das ist richtig. Allerdings waren die nicht aus Snakewood, denn Snakewood als Geigenbogen wäre wohl zu schwer. Problem war damals, dass vielen Spielern die Tiller aus Geigenbogen zu leicht waren, daher suchte man Holz mit höherer Dichte, so dass bei gleicher Form ein höheres Gewixht erzielt werden konnte. Das war so Anfang der 2000er Jahre, mein erster Snakewood kam von Eoin Leonard (Belgarth Bodhrans).

Grüße
Der Rolf

Tippermaker

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8

Dienstag, 9. Mai 2017, 17:14

    

Zitat

Rolf: Allerdings waren die nicht aus Snakewood, denn Snakewood als Geigenbogen wäre wohl zu schwer.



Wie das früher war mit den Geigenbögen, das weiss ich nicht, aber auf der Musikmesse wurden hunderte von Geigenbögen aus Snakewood angeboten. Meist von Firmen aus China! Wahrscheinlich waren die Geiger früher etwas schwächer......! ;)

Noch was zu Ronan: Er war vor zwei Jahren bei mir am Stand in Craiceann und ihm waren tatsächlich alle meine Tipper zu kurz! Seine sind mindestens 30 cm lang! Da muss man aber mächtig üben, damit man nicht alles aufspießt, wären des Spielens! Und am oberen Rand einfädeln, das geht damit auch ganz leicht! Aber wer´s mag......! ;)
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  • »Rolf Wagels« ist männlich

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9

Dienstag, 9. Mai 2017, 19:10

    

Moin
Wieder was gelernt. Dann waren die, die ich meinte, einfach dünner?
Jedenfalls waren sie leichter....
Danke!
Der Rolf

benny_meier

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10

Mittwoch, 10. Mai 2017, 14:19

    

Moin, da kommen aber wieder neue und weitere interessante Sachen zu Tage. ;o) Danke für deinen Beitrag zu diesem Thema, lieber Rolf.

Ich hatte gestern im ansturm von Unmut, langeweile und Frust, ein bisschen bei Ronan´s youtube Kanal nachgesehen (danke Falco) und lustigerweise hat er einen TimbaleStick in einem Video zum Thema brasilianische irgendwas genutzt. Das wiederum war ja ausschlaggebender Grund warum ich da überhaupt erst hab angefangen zu experimentieren denn genau so einen Stick hab ich seit jahren in der Sticktasche wenn es knackiker kommen muss aber nicht zu laut sein darf. ;o)

Jetzt hab ich mich dann nach kurzem Überlegen und Nachdenken entschieden den einen Geigenbogen zu zerschneiden. Und ihn auf 34cm gekürzt, schön rund geschliffen die Schnittkanten, abgeschliffen und das ganze mit Öl veredelt.

Und ich bin relativ zu frieden, lässt sich gut spielen. So wie ich es gewünscht hatte.

Zur Krümmung kann man mögen oder nicht. Ich persönlich hab da wenig Sorge mit. Durch den Schwung der bei dem ganzen entseht ruckelt sich die gebogene Seite des ehem. Bogens Richtung Fell.

Ich könnte mir jetz aber durchaus vorstellen das der Klang nicht so "präzise" ist wie mit einem graden Stick/Tipper da der Stick eher durch die Krümmung Ganzseitig auftrift (natürlich ohne Schleifen/Schleifgeräusche) und somit ein anderes Klangbild erzeugt. Aber um das genau zu beurteilen müsste man dann einen Vergleichtipper in gleicher Länge haben der dann auch die 34cm ans Maßband bringt.

Mal sehen wie sich der Tipper im langzeiteinsatz macht. ;o)
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Andrakar

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11

Mittwoch, 10. Mai 2017, 22:49

    

Hm...

Es gibt ja kein "richtig" oder "falsch", und ich bin auch ein Fan von "Experimenten" und "Wegen abseits der ausgetretenen Pfade".
Und gerade Ronan macht ja echt abgefahrene Sachen.

Und einer meiner Lieblinstipper ist ja einer meiner Drumsticks. Der ist aber immer wieder gekürzt worden und hat letztes Mal in Proitze dann von Stevie auch noch die MoGrip-Kugel bekommen, so dass er immer mehr in meine "übliche" Auswahl passt.
Jetzt ist er mit 27 cm kaum mehr länger als die gängigen 23, 24.

Und ich finde auch, dass nicht nur double-ended Kerry style pencil grip, sondern auch single ended finger tip or baby grip völlig anders sind als das, was man mit nem Drumkit macht.

Ja, flat strokes, brush hits und so etwas macht man mit Schlagzeugerfahrung vielleicht leichter, aber ansonsten erinnert mich meine Stickhand eher an die Gitarrenschlaghand und das ganze Sticking ist bei der Bodhran völlig anders als beim Schlagzeug.

Ich bevorzuge zwar eine normale Drum-Notation gegenüber diesen komischen dicken und dünnen Up- und Down-Pfeilen, insbesondere weil die mir die Freiheit einschränken selbst zu entscheiden ob ich etwas down-up-down/up-down-up oder flat-down-up/flat down up spiele, und mag auch das sogenannte Bodhrumming,...

...ABER ich hätte Sorge, dass mir die Besonderheiten der Bodhran entgehen, wenn ich aus Bequemlichkeit oder leichterer Umgewöhnung mir so etwas spezielles wie extra-lange (Drum-)sticks angewöhnen würde.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Ich versuche ja mit diversen Bodhrans und diversen Sticks und diversen Stickhaltungen mir viele Möglichkeiten offen zu halten, aber würde mir keine "exotische" so aneignen wollen, dass ich dann die "normalen" nicht auch halbwegs beherrsche.

Aber ich habe ja auch meine "miesen Angewohnheiten". So stütze ich gerne auch den rechten Ellenbogen auf, so dass überlange Sticks sowieso nicht funktionieren würden (siehe Stevie's Top-End-Anmerkung).

Und am Ende zählt ja nur eines: Hab Spaß!!!!

Greetz,

Andreas
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2016er CL "Golden Maple", 2014er Prauß, 2008er/2014er Siepmann, 2005er/2011er MOS, 2005er/2017er RWE-TwinSkin, 1975er J&R Glen
(verkauft / verschenkt: 2 x Palisander, LL 2.0, BL 2.0, CL slim).